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Der Klimawandel ist ein vom Menschen verursachtes Problem, das den Menschen betrifft und eine auf den Menschen ausgerichtete Lösung erfordert. Eine erfolgreiche Lösung, die tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen wird, wird verschiedene Gruppen von Bürgern in unterschiedlichem Maße und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit betreffen und tatsächliche oder vermeintliche Gewinner und Verlierer hervorbringen. Der soziale Zusammenhalt und damit der Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel, sind gefährdet, wenn Kosten und Nutzen der Maßnahmen ungleich zwischen Bürgern mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur, sozialem Status und Anpassungsfähigkeit verteilt sind.
Ausgleichende Maßnahmen für mögliche Nachteile der Klimapolitik mildern häufig lediglich die Symptome ab, z.B. durch die Bereitstellung kurzfristiger finanzieller Unterstützung, anstatt nach systemischen Lösungen zu suchen. Wir sehen vor allem zwei Herausforderungen für eine umfassendere Berücksichtigung einkommensschwacher Gruppen: (i) einen Mangel an Wissen und Daten über die Verteilungseffekte von (politischen) Maßnahmen und (ii) ein unvollständiges Verständnis darüber, wie auch jene Bürger von Klimapolitik profitieren können, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um in Maßnahmen und Technologien zur Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks zu investieren. Während die Forschung Erkenntnisse für länger bestehende und traditionelle klimapolitische Maßnahmen in Österreich liefert, wie z.B. Maßnahmen im Gebäudesektor, fehlt es an umfassenden Erkenntnissen für neue und erst im Entstehen befindliche Herausforderungen, um politische Entscheidungsträger fundiert zu beraten.
ADJUST konzentriert sich auf fünf neue Herausforderungen, um spezifische Politikempfehlungen zu erarbeiten: (a) das österreichische CO2-Steuer- und Rückerstattungssystem wurde erst vor kurzem eingeführt und es ist noch wenig über seine Verteilungseffekte bekannt. Derzeit in der Entwicklung befinden sich Maßnahmen, um (b) negative Auswirkungen der Erneuerbare-Energien-Politik zu vermeiden, z.B. wenn der dringend notwendige Anstieg der PV-Produktion die Last der Finanzierung des Stromnetzes unverhältnismäßig auf diejenigen verlagert, die nicht in der Lage sind, in solche Technologien zu investieren. Aus den gleichen Gründen fühlen sich (c) einkommensschwache Haushalte heute nicht von dem neuen Konzept der Energiegemeinschaften angesprochen, in denen Bürger gemeinsam Strom erzeugen und verbrauchen, um den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Neben der Forschung, um das Konzept der Energiegemeinschaften für einkommensschwache Haushalte zugänglicher zu machen, können diese auch eine zentralere Rolle auf den Energiemärkten spielen, indem sie (d) ihren Energieverbrauch zeitlich flexibel gestalten, um das Stromnetz zu unterstützen. Über diese spezifischen Herausforderungen hinaus zielt ADJUST darauf ab, (e) einen neuen, auf Energiedienstleistungen basierenden Ansatz zur Bekämpfung von Energiearmut zu entwickeln, z.B. durch eine effektivere Aktivierung von Energieeffizienzpotenzialen.
Zusätzlich zur Forschung zu spezifischen politischen Maßnahmen unterstützt ADJUST einen systemischen Ansatz für eine integrative Klimapolitik, die einkommensschwache Haushalte und vulnerable Gruppen ins Zentrum der Überlegungen stellt. Zur Erreichung dieses Ziels werden (f) die Ergebnisse von (a) bis (e) in ein Simulationsmodell übertragen, das die kombinierten Auswirkungen potentieller Maßnahmenbündel auf Basis von Indikatoren abschätzt. Um eine effektive und konsensorientierte Politikberatung zu gewährleisten, arbeitet das Forschungsteam (g) entlang der Analyseschritte mit Stakeholdern aus Nichtregierungsorganisationen und mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um von der Expertise und dem Wissensbedarf des jeweils anderen zu lernen. Das zentrale Ergebnis des Stakeholder-Prozesses ist die gemeinsame Ableitung von Handlungsempfehlungen für die österreichische Politik, wie die notwendigen Veränderungen herbeigeführt und gleichzeitig Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft gefördert werden können.
Carbon Capture and Utilization (CCU)
Markus Lehner (MUL), Thomas Kienberger (MUL)
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